Enslaved

Sooo.. lange nicht geschrieben. Und dann fange ich direkt mal wieder mit so einem unterbewertetem Schwergewicht an.



Enslaved braucht genau 15 Minuten um euch zu verzaubern. Ganz genau zu dem Punkt wo die Beziehung von Trip (Eurer Sklaventreiberin) zu Monkey (Eurem Hauptcharakter) erklärt wird. Der Titel ist Programm.. Von der jungen Dame werdet ihr mit einem Stirnband versklavt und gefügig gemacht um ihr zu helfen. Klar wird die Beziehung, wie unvorhersehbar, später einfühlsamer und speziell. Aber am Anfang hättet Ihr schon Lust und Grund ihr einfach den Kopf ab zu reißen.



Endzeit ist nicht gleich Endzeit. Die von Maschinen überrannte Welt ist nicht grau, sondern zur Überraschung mal bunt. Die Natur holt sich langsam ihr eigen zurück. Und die Natur ist eben nicht grau. Alles, nur das nicht. So wundert Ihr nicht selten über enorm verspielt wirkende bewucherte Häuserschluchten in denen an allen Ecken Blumen und Gräser sprießen. Nicht nur ein mal werdet ihr stoppen und euch von den Bildern blenden lassen.



Der Deal ist “Bring mich nach hause, und Du bekommst deine Freiheit zurück“. Da euch die Alternativen fehlen nehmt Ihr an. So startet also der Spaß, dem Ihr nicht ganz alleine meistert. Den im Gegensatz zu Spielen wie Resident Evil 4 oder ICO ist Trip nicht ganz nutzlos. Sie kümmert sich um den ganzen “Nerd“ Kram. Öffnet verschlossene Türen, erstellt ablenkende Hologramme oder steuert Computer. Damit bleibt uns mehr Zeit für subtile Gewalt.



Wir kämpfen und klettern durch die zerstörte Welt. Wobei beim klettern wohl die einzige Herausforderung darin besteht den blinkenden Anfang zu finden. Scheitern ist gerade im frühen Spielverlauf unmöglich bis sauschwer. Und wenn wir dann im späteren Spiel an kniffligeren stellen sind wirkt es nie unfair. Die Kämpfe sind meist einfach bis leicht anspruchsvoll. Bosskämpfe oder Geschicklichkeitseinlagen lockern das Spiel zwischenzeitlich auf. Wobei es nie wirklich zäh oder langwierig wirkt.



Enslaved lebt von seiner schwer zu greifenden Stimmung die nicht zuletzt von den grandiosen Hauptdarstellern geschaffen wird. Monkey braucht oft genug im Spiel gar keine Worte. Seine Blicke sagen genau was er meint. Trip erliegt nicht nur ein mal dem Gedanken das sie nicht richtig handelt.



By The Way.. Bilder von der 360 sind nicht. Und so muss der Trailer reichen.
Dafür gibt es weitere Bilder und Videos HIER!


Venturi
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